Fieber
In diesem Artikel
Definition
Es existiert derzeit keine einheitliche Fieberdefinition. Eine häufig verwendete Definition von Fieber ist eine Körpertemperatur > 38,3℃.
Diagnostischer Algorithmus
- 3 Sets peripher
- 2 Sets aus ZVK
2. Sputumprobe
3. Urinkultur] A -->|prüfen| C[Offensichtlicher
Infektionsfokus
oder
Sepsis] C -->|ja| D[Beginn kalkulierte AB
dann ggf. Fokussuche] C -->|nein| E[Nach 48h
Beobachtung
weiter Fieber?] E -->|ja| F["1. Neuanlage aller zentralen
Zugänge (älter > 48h)
ZVK/Arterie/Shaldon/DK
2. Falls möglich Entfernung
Magensonde
3. Bei Diarrhoe Stuhlprobe"]
Therapie
Fieber per se ist kein Grund für eine antipyretische Therapie. Im HEAT Trial verbesserte die antipyretische Therapie mit Paracetamol das Patientenoutcome nicht und führte lediglich zu einer moderaten Temperatursenkung. Bei akuter Hirnverletzung (ICB, SAB, Stroke) deuten Observationsdaten auf ein besseres Outcome bei Patienten ohne Fieber hin. RCT hierzu fehlen allerdings. Im INTREPID Trial verbesserte eine Fieberprophylaxe verglichen mit einer Fiebertherapie das Outcome nicht.
Bei sehr hohem Fieber (> 40℃), vorbestehender neurologischer Schädigung oder hämodynamischer Verschlechterung durch das Fieber, kann die Fiebertherapie sinnvoll sein (obgleich auch hier wenig RCT Daten vorliegen). Als Therapeutísche Optionen kommen medikamentöse (Metamizol, Paracetamol, NSARs) und mechanische Kühlung in Betracht.